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Ab April 2017 erhalten Ärzte im ambulanten Notfall- und Bereitschaftsdienst durch neue Regelungen im EBM für komplexere und aufwändigere Fälle die Möglichkeit diese mit einer zusätzlichen Pauschale gesondert abzurechnen. Ferner wird eine Abklärungspauschale eingeführt für solche Patienten, die keine Notfallbehandlung benötigen. Im EBM wurden dafür fünf neue Gebührenordnungspositionen geschaffen.

EBM – neue Schweregradzuschläge

Zunächst wurde bei den sogenannten Schweregradzuschlägen zwischen zwei Fallgruppen unterschieden. Die Gebührenordnungspositionen 01210 und 01212 beinhalten Zuschläge für bestimmten Diagnosen, weil hier der Behandlungsaufwand höher ist als bei normalen Erkrankungen. Diagnosen die einen erhöhten Behandlungsaufwand begründen sind:

  • Frakturen im Bereich der Extremitäten proximal des Metacarpus und Metatarsus
  • Schädel-Hirn-Trauma mit Bewusstlosigkeit von weniger als 30 Minuten
  • Akute tiefe Beinvenenthrombose
  • Hypertensive Krise
  • Angina pectoris (ausgenommen: I20.9)
  • Pneumonie
  • Akute Divertikulitis

In Ausnahmefällen können die Pauschalen auch bei anderen Erkrankungen abgerechnet werden, wenn hier ebenfalls eine besonders aufwändige Versorgung benötigt wird. Hierfür ist dann jedoch eine schriftliche Begründung erforderlich.

In der Gebührenordnungsposition 01226 wird der erhöhte Behandlungsaufwand durch den Patienten an sich begründet. Berücksichtigung findet hierbei ein höherer Aufwand aufgrund einer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit oder bestimmter Vorerkrankungen wie Alzheimer oder Demenz. Auch das Alter des Patienten kann einen erhöhten Behandlungsaufwand begründen, wie es bei Säuglingen, Kleinkindern oder auch Patienten mit einem Lebensalter von über 70 Jahren der Fall ist. Diese Pauschale ist jedoch nur am Wochenende und in der Nacht zwischen 19-7 Uhr abrechenbar.

EBM – neue Abklärungspauschalen

Hinzu kommen zwei Abklärungspauschalen. Die Gebührenordnungsposition 01205 und 01207 kann der Arzt für Patienten abrechnen, die in die reguläre vertragsärztliche Versorgung weitergeleitet werden können, die also keiner Notfallbehandlung an sich bedürfen. Es wurde damit die Möglichkeit geschaffen, die Behandlungsbedarfsaufklärung abzurechnen.

Durch die Einführung der neuen Regelungen sollen auf der einen Seite Ärzte, die einen erhöhten Aufwand betreiben, eine bessere Vergütung erhalten. Auf der anderen Seite sollen die überfüllten Notaufnahmen der Kliniken durch die Abklärungspauschale entlastet werden.

Unter folgendem link sind Abrechnungstipps erhältlich:

http://www.kbv.de/html/1150_25783.php

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